Etiketten für Tiernahrung: 3 verpflichtende Kennzeichnungen – Zieltiere, Nährwertangaben und chinesische Importetiketten: Welche drei Unterlagen eine Druckerei bei Aufträgen für Tiernahrung zuerst beim Kunden anfordern sollte
💡 💡 Auf einen Blick
Etiketten für Tiernahrungsmittel ergeben sich aus drei übereinander gelagerten Regelwerken: den Vorschriften für Futtermittelkennzeichnung, den Einfuhr- und Quarantänevorschriften sowie den allgemeinen Handelsvorgaben. Besonders wichtig sind drei Arten verpflichtender Angaben: ① die jeweils geeignete Tierart und Alters- bzw. Verwendungsphase – sie bestimmen, welche Vorschriften für die jeweilige Packung gelten. In der Praxis ist ein auf der Vorderseite abgebildetes falsches Tier die häufigste Fehlerquelle. Deshalb sollte der Druckereibetrieb dem Musterfreigabeformular ein zusätzliches Feld hinzufügen, damit der Kunde die Angabe schriftlich bestätigt. ② die Tabelle der Analytikwerte – sie spiegelt den tatsächlichen Gehalt der jeweiligen Charge und nicht eine feste Rezeptur wider. Sie sollte aus dem Designentwurf herausgenommen und während der Produktionsauftragsphase ausgefüllt werden. Im Layout ist für den längstmöglichen Wert ausreichend Platz vorzusehen, und die entscheidenden Zahlen sollten einfarbig schwarz gedruckt werden. ③ das chinesische Importetikett – bei inländischer Ware ist die Nummer der Produktionslizenz anzugeben, bei Importware der Name und die Anschrift des ausländischen Herstellers, die Registrierungsnummer sowie der Importeur. Alle Angaben müssen mit dem Etikett in der jeweiligen Fremdsprache übereinstimmen; korrekt ist, zuerst die chinesische Fassung finalisieren und anschließend die fremdsprachige Fassung daraus abzuleiten. Bevor der Druckereibetrieb eine solche Bestellung annimmt, sollte er zunächst drei Unterlagen einholen: ① das freigegebene finale Etikett nach erfolgter Registrierung, nicht die interne Markenabteilungskorrektur; ② die korrekte Schreibweise der Qualifikations- und Zulassungsnummern, die der Kunde im Nachrichtentext angeben und nicht aus dem Entwurf übernehmen sollte; ③ das COA der aktuellen Charge. Erst wenn alle drei Unterlagen vollständig vorliegen, sollte die Produktion beginnen.
Im März 2026 schickte uns eine Marke für Katzenfutter eine Musterbeutelprobe. Der Beutel war eine frisch hergestellte 8-Tonnen-weißer-Karton-Kompositionsbeutel, dessen Gestaltung sehr sauber wirkte. Wir fotografierten die Vorderseite des Beutels und schickten das Foto zur Bestätigung zurück.
Die andere Partei antwortete erst nach zwei Tagen und zwar mit einer etwas verärgerten Nachricht:
„Die Wörter ‚für Katzen‘ sind auf diesem Beutel zu klein. In unserem Supermarkt heißt es, man könne sie nicht erkennen. Außerdem liegt der tatsächlich gemessene Proteingehalt dieser Charge bei 38.2, während die gedruckten 39.5 aus dem Vormonat stammen. Beides müssen wir ändern.“
Die beiden Zeichen „Für Katzen“ sind 4.8 mm hoch; wir haben sie gemessen, und es gibt kein Problem. Die Angaben zur Zusammensetzung stammen vom Kunden selbst und wurden ebenfalls korrekt gedruckt. Allerdings überschreiten beide Werte eine Grenze, die wir damals nicht mit dem Kunden abgestimmt hatten: Ob die endgültige Etikette bereits bei der zuständigen Behörde registriert worden war.
Die vom Kunden übergebenen Dateien waren eine von seiner internen Marketingabteilung geänderte Version, die nicht zur Registrierung eingereicht wurde. Die von uns gedruckte Ausgabe war hingegen genau die alte Version, die im Vormonat registriert worden war – nicht weil wir einen Fehler gemacht hätten, sondern weil wir sie allzu treu umgesetzt hatten: bis zum Ablaufdatum.
Bei Etiketten für Tiernahrung muss sich eine Druckerei vor allem drei Dinge aneignen: welche drei Kennzeichnungen verpflichtend sind, welche vom Kunden bereitgestellte Datei tatsächlich druckfähig ist und welche Formulierung bei einer geforderten Etikettenänderung die geringsten Kosten verursacht. Im Folgenden wird dies anhand einiger von uns umgesetzter Aufträge erläutert.
Erste Pflichtangabe: Tierart und Anwendungsstadium – dieses Feld bestimmt, welche Vorschriften für den Beutel gelten
Viele glauben, ein Etikett für Tiernahrung bestehe lediglich aus den drei Zeichen „Katzenfutter“ oder „Hundefutter“. Die tatsächlichen Anforderungen sind wesentlich genauer und umfassen mindestens vier Dimensionen: Tierart, Lebensphase, Vollständigkeit als Alleinfuttermittel sowie die Bezeichnung der Produktkategorie.
Hier gibt es eine typische Falle bei Druckereien: Das Hauptmotiv auf der Vorderseite liegt im Verantwortungsbereich des Designs, die rechtliche Haftung fällt jedoch in den Druckprozess.
Wir haben den Auftrag für eine Hundefuttersäcke übernommen. Das Layout stammt aus der Designabteilung des Kunden: Auf der Vorderseite ist eine sehr niedliche Katze zu sehen, auf der Seite steht „Für Hunde in allen Wachstumsphasen“. Die Designabteilung fand, dass sich das Verkaufsargument „für Katzen und Hunde“ leicht visuell darstellen lässt.
Die Druckerei gleicht vor dem Drucken nicht von sich aus ab, ob das Tier auf der Hauptabbildung mit der jeweils geeigneten Tierart übereinstimmt. Dieser Prüfpunkt steht nicht auf unserer Checkliste, und der Kunde hat uns auch nicht darum gebeten. Nachdem die Beutel jedoch fertig waren, stellte der Vertriebskanal beim Scannen des Codes fest, dass das Produkt als Hundefutter registriert war, und hat die gesamte Charge zurückgeschickt.
Derzeit gehen wir so vor: Auf dem Musterfreigabeformular fügen wir ein eigenes Feld hinzu, auf dem der Kunde schriftlich bestätigt, dass „die auf der Vorderseite abgebildeten Tiere den zutreffenden Tierarten entsprechen“. Das ist lediglich ein Feld mit einem kurzen Text und damit wesentlich günstiger als eine Rücksendung.
Auch die Schriftgröße spielt eine Rolle. Die Kennzeichnungsvorschriften legen eine klare Mindesthöhe für den Text auf dem Etikett fest, was in der Druckumsetzung einem Schriftgrad von etwas mehr als 6 pt entspricht; beim Passenregister darf dieser Wert nicht unterschritten werden. Wenn Kunden sagen, die beiden Zeichen »Katzen« seien etwas größer hübscher, können wir nicht einfach nur diese beiden Zeichen vergrößern, sondern müssen das gesamte Layout neu anordnen – denn diese Spalte ist auf derselben Grundlinie ausgerichtet wie die nebenstehende Produktkategorie und die Nettomenge. Wird ein einzelnes Element vergrößert, gerät die gesamte Anordnung aus dem Gleichgewicht.
Zweite Art der verpflichtenden Kennzeichnung: Tabelle der Inhaltsanalysenwerte – Druckereien sollten vor allem darauf achten, wer diese Zahlen festlegt
Auf dem Etikett für Tiernahrung befindet sich ein Abschnitt mit den Analyswerten: Rohprotein, Rohfett, Rohfaser, Feuchtigkeit, Asche, Kalzium und Phosphor. Dieser Abschnitt wirkt zwar wie eine Datentabelle und nicht wie ein Kennzeichnungselement, ist aber der Abschnitt des gesamten Etiketts, der am häufigsten zu Streitigkeiten führt und am leichtesten von Kunden eigenmächtig geändert wird.
Die Werte der Inhaltsstoffanalyse weisen zwei Besonderheiten auf:
- Sie spiegelt den tatsächlichen Qualitätsstand dieser Charge wider und ist keine feste Rezeptur. Bei derselben Katzennahrung kann der Rohproteingehalt in zwei Chargen im Frühling und Herbst um 0,6 Prozentpunkte abweichen.
- Der auf dem Etikett angegebene Wert ist ein Standardwert oder ein zugesicherter Wert; die tatsächliche Produktion darf diesen Wert nicht unterschreiten.
Eine häufige Praxis der Kunden besteht darin, die COA-Werte der vorherigen Charge direkt an die Druckerei weiterzugeben und sie unverändert nachdrucken zu lassen. Bei stabilen Rohstoffpreisen ist das unproblematisch, doch wenn proteinhaltige Rohstoffe teurer werden oder der Fischmehlanteil angepasst wird, entstehen Probleme – der auf dem Etikett angegebene Wert ist dann zu hoch und wird bei der tatsächlichen Messung nicht erreicht.
Unser Verfahren besteht darin, die Spalte mit den Analysewerten vom „Designentwurf“ auf das „Produktionsblatt“ zu verlagern: Zuerst wird das Layout festgelegt, danach werden die Werte eingetragen. Bei der Bestellung liefert der Kunde das COA der betreffenden Charge, und die Druckerei prüft es 24 Stunden vor Produktionsbeginn noch einmal. Ändern sich die Werte, muss lediglich eine Zeile angepasst werden, nicht der Satz neu aufgebaut werden.
Dieser Ansatz setzt jedoch eine Voraussetzung voraus: im Layout muss für dieses Feld ausreichend Platz reserviert sein. Wir haben Designvorlagen von Kunden gesehen, bei denen der Platz für die Zeile mit der groben Faser genau entsprechend der aktuellen Zeichenbreite festgelegt wurde. Sobald die tatsächliche Zahl „13.8 %“ statt „8.5 %“ beträgt, überschreitet die Zeile ihre Breite und überlappt den Erläuterungstext der folgenden Zeile.
Daher muss dieser Bereich in der Layoutphase für den wahrscheinlich längsten Wert ausgelegt werden. Der Breitenunterschied zwischen einem langen Wert wie „≥40.0%“ und einem kurzen Wert wie „≥28.0%“ liegt bei nahezu dem Doppelten.
Ein weiterer Aspekt aus der Sicht einer Druckerei: Die Werte der Inhaltsanalyse werden üblicherweise in einer Tabelle dargestellt. Wenn die Zahlen in einer Tabelle mehrfarbig gedruckt werden, beispielsweise die Ziffern in Magenta und die Linien in Schwarz, können durch Farbpassungsabweichungen unscharf wirken. Die Vorschriften schreiben eine ausreichende Lesbarkeit der Textangaben in Tabellen vor. Entscheidende Daten wie Werte der Inhaltsanalyse sollten daher ausschließlich in Schwarz gedruckt werden. Die Mehrkosten sind gering, während die Lesbarkeit und die Risikobeherrschung deutlich verbessert werden.
Kennzeichnungspflicht der dritten Kategorie: importierte chinesische Etiketten werden vollständig ersetzt und nicht lediglich ergänzt
Bei importierten Tiernahrungsmitteln und bei inländisch hergestellten Produkten gelten unterschiedliche Kennzeichnungslogiken. Bei inländischen Produkten sind der Name und die Anschrift des Herstellers sowie die Nummer der Produktionslizenz anzugeben; bei importierten Produkten hingegen der Name und die Anschrift des ausländischen Herstellers, die ausländische Registrierungsnummer sowie der Name, die Anschrift und die Kontaktdaten des Importeurs.
Bei den beiden Importaufträgen für Tiernahrung, die wir bereits umgesetzt haben, handelte es sich einmal um Katzenleckereien und einmal um Hundesnacks. In beiden Fällen lagen die Designvorlagen der Marken aus ausländischen Produktionsbetrieben vor, und zwar als zweisprachige Druckvorlage in Chinesisch und Englisch. Die chinesische Fassung wurde jeweils bei der Druckerei gesetzt.
Bei importierten Teilen geraten Druckereien besonders häufig in drei typische Fallen:
Der Satz „Entsprechend dem Etikett in einer Fremdsprache“ bereitet bei der praktischen Umsetzung häufig Probleme. Auf der von einem Werk im Ausland bereitgestellten Druckvorlage umfasst die Zusammensetzung auf dem fremdsprachigen Etikett 12 Zeilen, während die chinesische Druckvorlage lediglich 10 Zeilen benötigt, weil der chinesische Text kürzer ist. Die Zeilenzahlen lassen sich daher nicht direkt miteinander abgleichen.
Unser Vorgehen besteht darin, ausgehend von der chinesischen Fassung die fremdsprachige Version abzuleiten: Zunächst wird das chinesische Etikett vom Markeninhaber vollständig gestaltet, finalisiert und zur Registrierung eingereicht. Anschließend werden sämtliche Informationsangaben des chinesischen Etiketts als Liste zusammengestellt und an die ausländische Produktionsstätte übermittelt. Diese ordnet die fremdsprachige Fassung entsprechend der Liste neu und sendet die endgültige Datei zurück. Dadurch sind beide Fassungen von Anfang an inhaltlich aufeinander abgestimmt.
Wenn die Reihenfolge umgekehrt ist, muss zusätzlich eine manuelle Prüfung durchgeführt werden, und die fremdsprachige Version muss bei jeder Änderung erneut geprüft werden. Nach drei Änderungen gibt man auf, sodass die beiden eingereichten Versionen am Ende trotzdem nicht übereinstimmen.
Wenn eine Druckerei eine Auftragsart dieser Art erhält, sollte sie zuerst drei Unterlagen beim Kunden anfordern
Diese drei Dinge entscheiden darüber, ob diese Tasche umgesetzt werden kann. Die Reihenfolge darf nicht verändert werden:
Erstens: die bereits bei der zuständigen Behörde registrierte endgültige Etikettenfassung, nicht die von der Marketingabteilung bearbeitete Fassung. Dafür ist der Registrierungsbeleg vorzulegen oder zumindest eine schriftliche Bestätigung, aus der hervorgeht, dass diese Fassung registriert wurde. Für die Kennzeichnung von Haustierfutter und die chinesischsprachige Kennzeichnung importierter Haustiernahrung ist jeweils ein Registrierungsverfahren vorgeschrieben. Fehlt dem Drucker diese registrierte Fassung, trägt er für den Kunden das Risiko, dass die Kennzeichnung nicht mit der Registrierung übereinstimmt.
Zweitens: die korrekte Schreibweise der Qualifikationsnummern. Bei inländischer Ware handelt es sich um die Nummer der Produktionslizenz für Tierfutter, bei importierter Ware um die Registriernummer des ausländischen Herstellers. Diese Kennungen haben ein festes Format; weder die Anzahl der Stellen noch die Position der Buchstaben dürfen falsch sein. Zudem müssen sie an der vorgeschriebenen Stelle angegeben werden. Unser Verfahren besteht darin, den Kunden die Nummer als Text im E-Mail-Body übermitteln zu lassen, statt sie aus dem Designdokument zu kopieren. So wird vermieden, dass due to einer verrutschten Zeich ein fehlerhaftes Zeichen aus dem Renderbild übernommen wird.
Das dritte Dokument: die COA mit der Chargenzusammensetzung. Es legt fest, welche Zahlen zuletzt in die Tabelle aufgenommen werden und ob wir diese Spalte bis zur Produktionsphase offenlassen können.
Der weitere Ablauf beginnt erst, wenn diese drei Unterlagen vorliegen: Platz für den längstmöglichen Wert im Layout einplanen → Muster erstellen → Musterfreigabe durch den Kunden → COA 24 Stunden vor Produktionsbeginn prüfen → Stichprobenprüfung nach dem Druck. Besonders in der Tiernahrungsmittelbranche darf der Schritt „Musterfreigabe durch den Kunden“ keinesfalls entfallen, denn sobald der Etikettentext registrierte Angaben betrifft, bedeutet bereits die Änderung eines einzigen Zeichens die Änderung der gesamten Druckplatte.
Unser Werk markiert außerdem auf der Verpackung einen bestimmten Bereich: den Teil mit der Registrierungsnummer und dem Wert der Inhaltsanalyse. Auf dem Musterfreigabeformular weisen wir den Kunden darauf hin, dass sie insbesondere diese beiden Stellen abzeichnen sollen. Übrige Layoutfehler lassen sich schnell korrigieren, während Änderungen in diesen beiden Bereichen einen neuen Druckbogen erfordern.
Weiterführende Lektüre
- Praxisleitfaden zu GB 4806-Prüfungen für Lebensmittelkontaktmaterialien: 5 häufige Problemfälle und 3 Abhilfemaßnahmen bei Nichtbestehen——Auch Tierfutterbeutel müssen die einschlägigen Anforderungen an Lebensmittelkontaktmaterialien erfüllen. Dieser Beitrag erläutert die einzelnen Prüfpunkte
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- Verpackungen für den Export in die USA: 3 Prüfschritte – FDA, Prop 65 und CPSIA –-compliance-Koordinaten für importierte Tiernahrung auf dem US-Markt
Häufige Fragen
Was unterscheidet Etiketten für Tiernahrung am deutlichsten von Etiketten für Lebensmittel?
Der wesentliche Unterschied besteht in einer zusätzlichen Anforderung zur Übereinstimmung mit der Registrierung. Für Futtermitteletiketten gelten besondere Kennzeichnungsvorschriften. Bei importierten Tiernahrungsmitteln muss das chinesische Etikett zudem registriert werden und den Angaben des Etiketts in der jeweiligen Fremdsprache entsprechen. Das Etikett ist daher nicht bloß ein Druckprodukt, sondern ein kontrolliertes Dokument, das wortgetreu mit dem registrierten Dokument übereinstimmen muss. Damit verändert sich auch das tatsächliche Risiko für die Druckerei: Es geht nicht mehr lediglich um einen Tippfehler, sondern darum, eine Version zu drucken, die von der registrierten Fassung abweicht. Im letzteren Fall müssen neue Druckplatten angefertigt und die Ware zurückgenommen werden, während ein einfacher Tippfehler lediglich die Korrektur einer Zeile erfordert.
Der Kunde besteht auf den Analysedaten der vorherigen Charge. Kann die Druckerei dies so umsetzen?
Das kann so umgesetzt werden, sollte aber schriftlich dokumentiert werden. Die auf dem Etikett angegebenen Werte der Inhaltsstoffanalyse gelten als zugesagte Werte. Die Druckerei arbeitet ausschließlich mit den vom Kunden bereitgestellten Angaben, und die Verantwortung liegt beim Markenhersteller. In der Praxis empfiehlt es sich, in der E-Mail folgenden Satz zu ergänzen: „Für die Etiketten dieser Ausgabe werden die in der COA vom XX. XX. XX von Ihnen bereitgestellten Werte der Inhaltsstoffanalyse übernommen. Bitte bestätigen Sie dies.“ Lassen Sie sich die Bestätigung anschließend schriftlich geben. Noch sicherer ist es, dieses Feld nicht in die Designdatei, sondern erst in die Produktionsanweisung aufzunehmen. Dabei sollte im Layout ausreichend Platz für den längsten möglichen Wert vorgesehen werden. So muss bei einer neuen Charge oder geänderten Werten keine neue Druckplatte hergestellt werden.
Wie wird die Mindesthöhe der Beschriftung in der Druckausführung umgesetzt?
Die Kennzeichnungsvorschriften stellen klare Anforderungen an die Schrifthöhe der Etiketten. In der Druckumsetzung entspricht dies etwa etwas mehr als 6 pt beziehungsweise ungefähr 1,8 mm. Bei geringeren Höhen können nach dem Konturliefern, unter dem Zug der Folierung oder bei Feuchtigkeit im Lager verschwommene Buchstaben und verschmierte Ränder auftreten. In der Praxis sind vor allem zwei Punkte zu beachten: Ein einzelnes Element sollte nicht isoliert vergrößert werden, da dadurch die Grundlinie der gesamten Seite auseinanderläuft. Zudem sollten wichtige Zahlen in Tabellen einfarbig schwarz gedruckt werden. Bei einer mehrfarbigen Separation wirken sich Passersatzfehler unmittelbar auf die Ziffern aus und beeinträchtigen die Lesbarkeit deutlich.
Die chinesischen und englischen Etiketten importierter Haustiernahrung stimmen nicht überein. Sollte die Druckerei die Druckdaten an den Kunden zurückgeben?
Ja, und die Abnahme sollte bereits in der Bemusterungsphase erfolgen. Die richtige Reihenfolge lautet: Ausgehend vom chinesischen Etikett wird die fremdsprachige Fassung abgeleitet – zunächst wird das chinesische Etikett finalisiert und zur Registrierung eingereicht, anschließend werden alle Informationspunkte des chinesischen Etiketts als Checkliste zusammengestellt und an das ausländische Werk geschickt, damit dieses die fremdsprachige Fassung entsprechend neu anordnet. Wenn zuerst die fremdsprachige Endfassung vorliegt und danach das chinesische Etikett erstellt wird, passen die Zeilenzahlen beider Fassungen naturgemäß nicht überein, da das Chinesische kürzer ist. Zudem ist eine manuelle Prüfung erforderlich, und jede Änderung der fremdsprachigen Fassung macht eine erneute Kontrolle notwendig. Meistens wird ab der dritten Korrekturrunde niemand mehr sorgfältig prüfen. Unsere feste Regel lautet: Wenn die beiden Fassungen nicht übereinstimmen, wird die Produktion nicht gestartet.
Steht auf der Vorderseite ein anderes Tier auf dem Hauptbild, ist die Druckerei dafür verantwortlich?
In der Praxis überprüft eine Druckerei diesen Punkt nicht von sich aus. Häufig ist er jedoch die letzte Stelle, an der eine Haftung festgemacht wird: Die Registrierung beim Vertrieb weist Hundefutter aus, während das Hauptbild auf der Verpackung eine Katze zeigt. Dann wird die gesamte Charge zurückgenommen. Wer den Schaden trägt, hängt vom Vertrag ab. Deshalb fügen wir auf dem Musterfreigabeformular ein eigenes Feld ein, in dem der Kunde schriftlich bestätigt, dass „die auf der Vorderseite abgebildeten Tiere der jeweils ausgewiesenen Tierart entsprechen“. Ein zusätzlicher Satz im Formular ist wesentlich günstiger als die Rücknahme der gesamten Charge. Noch ein Hinweis: Fast jede Stelle, die Etiketten prüft, achtet auf solche Angaben. Die beiden zuständigen Stellen erkennen jedoch nicht unbedingt die Abbildung eines Jungtiers einer bestimmten Rasse. Daher sollte man sich nicht darauf verlassen, dass der Fehler bei einem kurzen Blick bemerkt wird.
Wie sollte die Spalte mit den Ergebnissen der Inhaltsanalyse layoutmäßig gestaltet werden, damit keine Nacharbeit erforderlich ist?
Für den längstmöglichen Wert muss entsprechend Platz reserviert werden. Die Breitenunterschiede zwischen den Werten „≥40.0%“ und „≥28.0%“ liegen bei fast dem Doppelten. Wird der Rahmen anhand der Zeichenbreite des kürzeren Werts bemessen, läuft der längere Wert über den Rahmen hinaus und überlappt den Erläuterungstext in der nächsten Zeile. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den gesamten Tabellenteil als Modul mit fester Höhe zu gestalten. Bei einem neuen Batch oder geänderten Werten werden dann lediglich einige Zeichen ersetzt, ohne dass ein Umbruch erforderlich ist.
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