Etikettenlexikon

Wie ermöglichen Eins-zu-Eins-Etiketten die lückenlose Rückverfolgung von Produkten?

📅 2026-07-15 ✍️ Wuxi Lexiang Printing & Packaging ⏱ 6Min. Lesezeit

💡 💡 Auf einen Blick

Mittels „Ein Produkt – ein Code" wird durch eine eindeutige ID und eine Cloud-Datenbank eine lückenlose Rückverfolgbarkeit der Produkte von der Herstellung bis zum Verbraucher realisiert.

Was ist ein Produkt-Einzelcode?

Ein Produkt-Einzelcode bezeichnet die Zuweisung einer eindeutigen digitalen Identifikationsnummer zu jedem einzelnen Produkt. Diese Kennzeichnung wird in der Regel in Form eines QR-Codes, Barcodes oder numerischen Codes auf dem Etikett dargestellt. Die Daten jedes Etiketts sind unterschiedlich – dies ist das Kernmerkmal, das es von herkömmlichen, im Massendruck hergestellten Etiketten unterscheidet.

Die technische Grundlage für Produkt-Einzelcodes ist der Variable Data Printing (VDP). Gemäß den branchenüblichen Verfahren erzeugen und geben Unternehmen kodierte Datenströme auf Digitaldruckgeräten aus, sodass jedes Etikett eigenständige Informationen trägt. Digitaldruckmaschinen wie HP Indigo können für jedes Druckbild unterschiedliche Datenausgaben realisieren und in Verbindung mit RIP-Systemen (Raster Image Processing) variable Daten und feste Inhalte während des Druckvorgangs in Echtzeit zusammenführen.

Die vier Schritte zur lückenlosen Rückverfolgbarkeit

1. Codegenerierung: Eindeutige ID erstellen

Jedem Produkt wird vor der Auslieferung ein global eindeutiger Code zugewiesen. Dieser Code kann eine Seriennummer (z. B. 202607150001), ein verschlüsselter Fälschungsschutzcode (Zufallscode mit Prüfziffer) oder eine Kombination aus GTIN (Global Trade Item Number) und Seriennummer gemäß GS1-Standard sein. Der Code ist in einer Cloud-Datenbank mit grundlegenden Informationen wie Produktionscharge, Produktionszeitpunkt und Produktionslinie verknüpft.

2. Etikettendruck: Variable Datenausgabe

Die Codedaten werden mittels variabler Datendrucktechnologie auf Selbstklebeetiketten ausgegeben. Anders als beim herkömmlichen Druck, bei dem jedes Etikett identisch ist, ruft der variable Datendruck während des Papiertransports in Echtzeit den nächsten Code aus der Datenbank ab und druckt diesen einzeln aus. Der Digitaldruck erfordert keine Druckplattenherstellung, was die wirtschaftliche Voraussetzung für die Umsetzung variabler Daten darstellt. Laut technischen Daten von HP Indigo kann dessen LEP-Technologie (Liquid Electrophotography) Daten während des Druckvorgangs dynamisch austauschen und erreicht eine Positionsgenauigkeit von 1200 dpi, sodass selbst kleine QR-Codes klar lesbar sind.

3. Datenerfassung: Produktionslinienzuordnung

Nachdem das Etikett auf das Produkt aufgebracht wurde, lesen die Scan-Geräte an der Produktionslinie den Code aus, und das System verknüpft diesen Code automatisch mit der Charge, der Produktionslinie, dem Produktionsdatum und weiteren Daten des Produkts und lädt diese in die Cloud hoch. Dieser Schritt umfasst die „Bindung" des Codes an die Produktinformationen und wird in der Regel über PDA-Scanner oder fest installierte Codeleser durchgeführt, wobei die Daten in Echtzeit mit der Rückverfolgbarkeitsplattform synchronisiert werden.

4. Endkundenabfrage: Einbindung der Verbraucher

Verbraucher können den QR-Code auf der Verpackung mit Tools wie WeChat oder Alipay scannen, um die vollständigen Prozessinformationen des Produkts vom Rohstoff bis zur Auslieferung einzusehen. Gemäß den Anforderungen der Lebensmittelsicherheitsstandards der GB 4806-Serie müssen Lebensmittelunternehmen in den Rückverfolgbarkeitsinformationen auch Schlüsseldaten wie Rohstoffquellen und Prüfberichte enthalten. Die Endkundenabfrage ist nicht nur Ausdruck des Informationsrechts der Verbraucher, sondern treibt auch die Unternehmen dazu an, ihre Qualitätskontrolle zu verbessern.

Technische Schlüsselpunkte

Die Zuverlässigkeit eines One-Item-One-Code-Systems hängt von drei Faktoren ab. Erstens: Die Codierung kann nicht in großen Mengen gefälscht werden – üblicherweise werden Verschlüsselungsalgorithmen zur Erzeugung eingesetzt, kombiniert mit kopiersicheren Etikettenmaterialien (wie zerbrechlichem Papier oder VOID-hinterlassenden Materialien), sodass das Etikett beim Ablösen sofort unwirksam wird. Zweitens: Die Fähigkeit der Datenbank zur gleichzeitigen Verarbeitung – bei Hochgeschwindigkeitsproduktionslinien (mehrere hundert Stück pro Minute) müssen die Scandaten in Echtzeit geschrieben werden, ohne dass Pakete verloren gehen. Drittens: Die Präzision des Druckens variabler Daten – die Fehlerkorrekturrate von QR-Codes liegt normalerweise zwischen 15 % und 30 %, aber zu große Druckabweichungen führen zum Scheitern des Scannens.

Aktueller Stand der Branchenanwendungen

Die Rückverfolgbarkeit mittels eindeutiger Codes (One-Item-One-Code) ist bereits in zahlreichen Branchen wie Arzneimitteln, Lebensmitteln, Agrarerzeugnissen und Kosmetika implementiert. Im Arzneimittelbereich werden gemäß den nationalen Vorschriften elektronische Überwachungscodes (20-stellige numerische Codes) eingesetzt, während im Lebensmittelbereich häufiger QR-Codes zur Rückverfolgung verwendet werden. Die anfänglichen Investitionen für den Aufbau eines Rückverfolgungssystems umfassen hauptsächlich: Datenbankentwicklung (von einigen zehntausend bis zu mehreren hunderttausend Yuan), Produktionslinienumrüstung (Scan-Geräte + Kommunikationsmodule) sowie Etikettierungskosten (variable Datenetiketten kosten 20 %–50 % mehr als Standardetiketten).

Insgesamt geht die Bedeutung der One-Item-One-Code-Rückverfolgung über die bloße Erfüllung gesetzlicher Vorschriften hinaus – vielmehr erlangt das Unternehmen die Fähigkeit, eine Verbindung zu jedem einzelnen Endverbraucher herzustellen. Die Scandaten spiegeln den tatsächlichen Vertriebsweg des Produkts wider, und diese Informationen bieten einen konkreten Mehrwert sowohl für das Kanalmanagement als auch für Marketingentscheidungen.

#Ein-Produkt-Ein-Code #Produktrückverfolgbarkeit #Variable Datentiketten #Fälschungsschutz und Rückverfolgung #QR-Code

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen One-Item-One-Code und herkömmlichen QR-Codes?

Herkömmliche QR-Codes sind beim Massendruck auf jedem Etikett identisch. Verbraucher gelangen nach dem Scannen auf eine feste Seite, ohne Unterscheidung der einzelnen Produkte. Bei One-Item-One-Code ist jeder QR-Code einzigartig und zeigt nach dem Scannen produktspezifische Produktionsinformationen, Logistikverläufe und Ergebnisse der Fälschungsschutzprüfung an.

Um wie viel sind die Kosten für One-Item-One-Code-Etiketten höher als bei herkömmlichen Etiketten?

Die Kosten für Etiketten mit variablen Daten liegen in der Regel 20 %–50 % über denen herkömmlicher Etiketten. Die Mehrkosten entstehen hauptsächlich durch Datenverarbeitung, Datenbankpflege und Datenvalidierung beim Druck. Durch eine sinnvolle Gestaltung des Codierschemas und die Wahl des passenden Druckverfahrens lässt sich der Aufpreis jedoch in einem vertretbaren Rahmen halten. Beim Digitaldruck entfallen die Einrichtungskosten, und auch Kleinauflagen sind wirtschaftlich.

Können kleine Unternehmen ein One-Item-One-Code-Rückverfolgungssystem aufbauen?

Ja. Aktuell gibt es mehrere SaaS-basierte Rückverfolgungsplattformen auf dem Markt. Unternehmen zahlen jährlich (von einigen tausend bis zehntausend Euro pro Jahr), ohne eigene Datenbanken aufbauen oder Systeme entwickeln zu müssen. Lexiang Packaging bietet den passenden Druckdienst für Etiketten mit variablen Daten an – ab 10 Stück Mindestbestellmenge, kompatibel mit den Datenformaten der gängigen Rückverfolgungsplattformen.

Kann One-Item-One-Code den Graumarktvertrieb verhindern?

Ja. Die Codierung enthält Regionskennzeichen und Händlerinformationen. Beim Verlassen des Lagers wird das Produkt gescannt und an das Zielgebiet gebunden. Wird ein Produkt in einer nicht autorisierten Region verkauft, zeigen die Scandaten den tatsächlichen Warenfluss. Einige Unternehmen richten zusätzlich Scan-Warnregeln ein: Wird derselbe Code innerhalb kurzer Zeit mehrfach gescannt, wird automatisch ein Graumarkt-Alarm ausgelöst.

Welche Hardware wird für One-Item-One-Code benötigt?

Die Grundausstattung umfasst: Etiketten mit variablen Daten (Digitaldruck), Scan-Geräte an der Produktionslinie (PDA oder fest installierte Lesegeräte), Netzwerkkommunikationsmodule und eine Cloud-Datenbank. Die Scangeschwindigkeit an der Linie muss zum Produktionstakt passen – bei Mittel- bis Niedriggeschwindigkeitslinien mit 60–300 Einheiten pro Minute reicht ein herkömmlicher Industrie-Scanner aus.

Benötigen Sie eine individuelle Verpackungslösung?

Erfahren Sie mehr über Verpackungen oder holen Sie direkt eine individuelle Lösung und ein Angebot ein