Verpackungsumweltschutz

Wie können Unternehmen Verpackungsreduzierung und umweltfreundliches Design erreichen?

📅 2026-08-18 ✍️ Wuxi Lexiang Printing & Packaging ⏱ 5Min. Lesezeit

💡 💡 Auf einen Blick

Die Reduzierung der Verpackungsmenge wird aus vier Dimensionen angegangen: Material, Struktur, Verfahren und Recycling. GB 23350 und PPWR sind die zentralen Grundlagen für Konformität und Design.

Reduzierung ist nicht einfach nur „ein bisschen dünner machen"

Verpackungsreduzierung (Source Reduction) bezeichnet die Senkung des Ressourcenverbrauchs und der Umweltbelastung von Verpackungen durch die abgestimmte Optimierung von Material, Konstruktion und Verfahren – unter der Voraussetzung, dass die Schutzfunktion erhalten bleibt. Sie beschränkt sich nicht auf die „Reduzierung des Flächengewichts", sondern überprüft jede Designentscheidung aus der Perspektive der Lebenszyklusanalyse (LCA) neu – ob eine unnötige Einlegerschicht zu viel verwendet wurde, ob eine übermäßig luxuriöse Geschenkbox gewählt wurde oder ob eine Verbundstruktur verwendet wurde, die von der Recyclingkette abgelehnt wird.

Für Lebensmittel- und Kosmetikunternehmen ist GB 23350-2021 „Beschränkung übermäßiger Produktverpackung" eine zwingend einzuhaltende nationale Norm. Sie enthält drei harte Beschränkungen für die Verkaufsverpackung: Die Anzahl der Verpackungsschichten beträgt im Allgemeinen ≤ 3 (bei einigen Kategorien bis zu 4 Schichten), die Verpackungskosten überschreiten keinen angemessenen Anteil am Verkaufspreis, und die Hohlräume unterliegen einer Obergrenze. Die Kontrolle der Schichtanzahl und der Kosten ist insbesondere bei Mondkuchen, Reisklößen und Nahrungsergänzungsmitteln besonders streng.

Dimension 1: Materialreduzierung

Die Materialreduzierung wird aus drei Blickwinkeln angegangen. Erstens: Ersatz durch Produkte mit geringem Flächengewicht und hoher Festigkeit – beispielsweise kann 250 g weißer Karton in bestimmten Anwendungen 350 g ersetzen, sofern der Steifigkeitstest bestanden wird. Zweitens: Ersatz von Verbundstrukturen durch Monomaterialien – herkömmliche Verbundbeutel aus „Papier + Kunststoff + Aluminium" können auf reines PE oder reines PP umgestellt werden, um die Sortier- und Recyclingkette zu vereinfachen. Drittens: Entfernen unnötiger artfremder Komponenten wie Metall, Magnete oder Stoff – obwohl Magnetgeschenkboxen ein gutes Nutzererlebnis bieten, ist die Recyclingkette meist nicht in der Lage, Magnete und Karton zu trennen.

Auch die Auswahl des Wellpappenkartons erfordert Sachkenntnis: Die E-Welle (ca. 1,5 mm) hat eine glatte Oberfläche, die für den Feindruck geeignet ist, und wird häufig für kleine Farbkartons verwendet; die BC-Welle oder EB-Welle hat eine hohe Tragfähigkeit, ist aber vergleichsweise schwer. Für Leichtbauanwendungen wird bevorzugt die E-Welle oder die einseitige B-Welle gewählt.

Dimension zwei: Strukturoptimierung

Bei der strukturellen Materialreduzierung besteht das größte Potenzial. Gängige Maßnahmen sind: die Umwandlung von dreischichtigen Geschenkboxen aus „Box + Boden + Tragegriff" in einteilig geformte Faltschachteln; der Ersatz von Schaumstoff-Inlays durch speziell geformte Papplinlays; der Ersatz von Kunststoff-Polsterelementen durch strukturierte Polsterung (z. B. Wabenpappe); sowie die Optimierung der Papierausnutzung durch Stanzbogen-Nesting, um den Verschnitt von 15 % auf unter 8 % zu senken.

Bei Versandverpackungen ist im Rahmen des ISTA-3A-Prüfverfahrens „passgenaues Verpacken" (Right-Sizing) wirtschaftlicher als „mehr Schaumstoff einzufüllen". Unternehmen ermitteln in der Regel zunächst durch Fall- und Druckprüfungen die tatsächlich erforderliche Schutzfestigkeit und leiten daraus den Materialeinsatz ab.

Dimension drei: Druck- und Oberflächenveredelung

Die Reduzierung der Druckverfahren spiegelt sich in drei Punkten wider. Erstens ersetzen wasserbasierte Druckfarben die lösemittelbasierten Farben, wodurch die VOC-Emissionen deutlich reduziert werden und die Branchennorm der Europäischen Vereinigung der Druckfarbenhersteller (EuPIA) für Verpackungsdruckfarben erfüllt wird. Zweitens sollte die Verwendung von Sonderfarben reduziert werden – jede zusätzliche Sonderfarbe (Pantone) erfordert eine weitere Druckplatte, was die Stückkosten um 5–8 % erhöht. Farben, die durch Vierfarbdruck (CMYK) übereinander gedruckt werden können, benötigen keine Sonderfarbe. Drittens sollte eine großflächige Vollflächenkaschierung vermieden werden – die Folienschicht erhöht nicht nur die Materialkosten, sondern verhindert auch, dass die Papierbasis in den Recyclingkreislauf gelangen kann.

Bei den Oberflächenveredelungen können Verfahren wie Heißfolienprägung, Reliefprägung und partieller UV-Lack, die dem Produkt das gewisse Extra verleihen, beibehalten werden, jedoch muss die Fläche begrenzt werden. Wenn die Heißfolienprägung bei einer Schachtel mehr als 30 % der Fläche einnimmt, steigt der Aufwand bei der Recyclingsortierung erheblich.

Dimension vier: Abstimmung der Recyclingkette

Die letzte Meile des umweltgerechten Designs ist das Recycling. Wenn die Sortierkette dies nicht unterstützt, landen selbst Verpackungen mit geringerem Flächengewicht oder aus einem einzigen Material letztlich auf der Deponie. In der Entwurfsphase muss Folgendes geklärt werden: Welche Materialarten können von den lokalen Recyclinganlagen verarbeitet werden, ob eine Sortierkennzeichnung nach GT/BT 16716 erforderlich ist und ob die Verpackung für den Endverbraucher leicht zu zerlegen ist.

Unternehmen, die in die Europäische Union exportieren, müssen zudem die PPWR (Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle) im Blick behalten. Sie verlangt, dass alle Verpackungen bis 2030 die Recyclingfähigkeitsschwelle erreichen, und legt Mindestanteile für den Einsatz von recyceltem Kunststoff fest. Unternehmen, die frühzeitig in das Design der Recyclingkette eingreifen, werden in Zukunft deutlich niedrigere Umstellungskosten haben.

Umsetzungsschritte – Empfehlung

Für Unternehmen, die umweltgerechtes Design einführen möchten, wird ein Vorgehen in vier Schritten empfohlen: Im ersten Schritt ein Verpackungs-Audit durchführen und für alle aktuellen SKUs Material, Flächengewicht, Lagenanzahl und Druckfarbentyp auflisten; im zweiten Schritt anhand von GB 23350 sowie der Vorschriften der Zielmärkte eine Compliance-Prüfung vornehmen; im dritten Schritt SKUs mit hohem Reduktionspotenzial identifizieren und vorrangig optimieren; im vierten Schritt während der Bemusterung die mechanischen Eigenschaften und die Kostenauswirkungen der neuen Materialien und Strukturen verifizieren.

LeXiang Packaging unterstützt Kleinserien ab 10 Stück und kann bereits in der Bemusterungsphase die Machbarkeit von Reduzierungslösungen parallel bewerten – einschließlich Strukturfestigkeit, Druckeignung, Stanzverschnitt und Gesamtkostenvergleich.

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Häufige Fragen

GB 23350 gilt für welche Produkte?

Hauptsächlich für Verkaufsverpackungen von Lebensmitteln und Kosmetika, es werden die Anzahl der Schichten, die Hohlraumquote und der Anteil der Verpackungskosten festgelegt. Industrieprodukte und Haushaltschemikalien unterliegen derzeit keiner Pflichtregelung, können jedoch als Designreferenz herangezogen werden.

Wird die Reduzierung der Verpackungsmenge die Schutzleistung beeinträchtigen?

Die von ISTA geprüfte sinnvolle Gewichtsreduzierung beeinträchtigt die Schutzleistung nicht. Der Schlüssel liegt darin, die Validierung anhand realer Logistikszenarien (Stapeldruck, Sturz, Vibration) durchzuführen, anstatt sie nach Erfahrung zu beurteilen.

Wie groß ist der Kostenunterschied zwischen wasserbasierten Druckfarben und herkömmlichen Druckfarben?

Wasserbasierte Druckfarben haben einen um 15–25 % höheren Stückpreis als lösemittelbasierte Druckfarben. Werden jedoch die Kosten für Abgasbehandlung und Lösemittelrückgewinnung umfassend berücksichtigt, verringert sich der Unterschied, und in einigen Anwendungsfällen sind sie sogar günstiger.

Ist die Magnetklappbox noch verwendbar?

Funktioniert, aber Magnet und Karton benötigen eine lösbare Konstruktion. Die nicht trennbare Struktur mit eingebettetem Magnet führt dazu, dass die Recyclingkette die Annahme verweigert. Derzeit arbeiten alle führenden Marken an Lösungen für leicht lösbaren Magnet.

Was ist PPWR?

EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (Packaging and Packaging Waste Regulation), die vorschreibt, dass sämtliche Verpackungen bis 2030 die Recyclbarkeitsschwellen erreichen müssen und Mindestanteile an recyceltem Kunststoff festlegt.

Wie viel Kosten können durch Reduzierungsmaßnahmen gesenkt werden?

Bei Szenarien mit doppelter Optimierung von Material und Konstruktion lassen sich die Gesamtverpackungskosten in der Regel um 10–25 % senken. Die konkrete Einsparung hängt vom Redundanzgrad des ursprünglichen Konzepts ab.

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