Label-Lexikon

Umfassende Analyse gängiger Barcodetypen Code128/EAN/UPC: Codierungsregeln für jede schwarze Linie

📅 2026-07-16 ✍️ Wuxi Lexiang Printing & Packaging ⏱ 6Min. Lesezeit

💡 💡 Auf einen Blick

Umfassende Einführung in die Merkmale, Anwendungsszenarien und Auswahlmethoden gängiger Barcodetypen wie Code 128, EAN und UPC.

Letzte Woche kam ein Kunde aus der Lebensmittelbranche mit einer Tüte Snacks zu mir und fragte: „Sind diese schwarzen Linien auf der Tüte einfach willkürlich gedruckt?"

Ich bat ihn, den Code zu scannen: Das Handy piepte einmal und es erschienen ¥9,80.

Er sagte, ob das nicht erstaunlich sei?

Ich sagte, es sei kein Zauber – jede schwarze Linie verbirgt eine Reihe digitaler Codes. Was beim Scannen angezeigt wird, ist im Wesentlichen der Preis, die Identitätsnummer des Produkts. Dieser Artikel erklärt keine Barcode-Definitionen – sondern führt Sie durch die Codierungsregeln hinter jeder schwarzen Linie.

1D-Strichcode: Zahlencode aus schwarzen Linien

Kernprinzip traditioneller 1D-Strichcodes (EAN, UPC, Code128, Code39, ITF-14): abwechselnd schwarze und weiße Striche + Zifferncodierung. Die Breite jedes schwarzen Strichs, der Abstand und die Breite der weißen Striche werden zu einer Ziffer kombiniert, woraus sich schließlich Land + Hersteller + Produkt + Prüfziffer zusammensetzen.

EAN-13: 13-stelliger Zahlencode

Stellenanzahl: 13 Ziffern

Aufbau:

Erste 3 Stellen Ländercode + 4–7 Stellen Herstellercode + 3–5 Stellen Produktcode + 1 Stelle Prüfziffer
(690–695 China) + LeXiang-Präfix + Produktnummer + Modulo-10-Prüfung

Prüfziffern-Algorithmus (Modulo 10, Gewichtung 3):

  • Von rechts nach links: ungerade Stellen × 1, gerade Stellen × 3, Summe bilden
  • Summe + Prüfziffer = Vielfaches von 10
  • Beispiel: 6901234567890 → (0×1+9×3+8×1+7×3+...+6×3+9×1) mod 10 = 0 ✓

Modulaufbau: linker Randbereich 101 + 6 Stellen linke Daten + mittlerer Randbereich 01010 + 6 Stellen rechte Daten + rechter Randbereich 101 + 13 Zeichen (ohne Prüfziffer).

Einsatzbereich: In China im Einzelhandel vorgeschrieben.

UPC-A: 12-stelliger nordamerikanischer Code

Stellenanzahl: 12 Ziffern

Aufbau:

1 Stelle Systemcode + 5 Stellen Herstellercode + 5 Stellen Produktcode + 1 Stelle Prüfziffer
(0=Standard) + LeXiang-Präfix + Produktnummer + Modulo-10-Prüfung

Beziehung zu EAN-13: Eine EAN-13 mit vorangestellter 0 ist ein UPC-A. Daher kann dieselbe Strichcode sowohl als chinesischer EAN-13 als auch als nordamerikanischer UPC-A erkannt werden.

Einsatzbereich: Von Walmart und Amazon US vorgeschrieben.

Code128: Beliebige ASCII-Zeichen

Stellenanzahl: variabel (1–48 ASCII-Zeichen)

Aufbau:

  • Ruhezone + Startzeichen (Start A/B/C) + Daten + Prüfziffer + Stoppzeichen + Ruhezone
  • 3 Zeichensätze: A (Ziffern + Großbuchstaben + Steuerzeichen), B (Ziffern + Groß-/Kleinbuchstaben), C (Ziffern 00–99, paarweise komprimiert)
  • Prüfziffern-Algorithmus: Modulo 103 mit Gewichtung (beginnend bei 1)

Dichte: Bei gleicher Breite wird die 2- bis 3-fache Informationsmenge gegenüber Code39 gespeichert.

Einsatzbereich: Lagerverwaltung (WMS), Logistik-Tracking, Produktionsrückverfolgung.

Code39: Der alte Fabrikcode

Stellenanzahl: variabel (Ziffern + Großbuchstaben + 5 Sonderzeichen)

Aufbau:

  • Ruhezone + Startzeichen * + Daten + Stoppzeichen * + Ruhezone
  • Jedes Zeichen = 9 Elemente (5 Striche + 4 Lücken), 3 Striche 2-breit, 6 Striche 1-breit

Dichte: gering, jedoch hohe Kompatibilität (von jedem Scanner lesbar).

Einsatzbereich: interne Werksrückverfolgung, Automobilfertigung, mechanische Bearbeitung.

ITF-14: Karton-spezifisch

Stellenanzahl: 14 Ziffern

Aufbau:

  • Linker Randbereich + 6 Stellen + 5 Stellen + rechter Randbereich
  • Je 5 Ziffern = 1 Gruppe (2 dicke Striche + 3 dünne Striche)
  • Prüfziffer = Modulo 10, Gewichtung 3

Besonderheit: Direkter Druck auf Wellpappe möglich (toleriert geringe Druckgenauigkeit).

Einsatzbereich: Außenverpackung von Logistikkartonen.

2D-Barcode: Die grafische Verschlüsselung in schwarzen Kästchen

1D-Barcodes können nur 13-30 Ziffern speichern, 2D-Barcodes (QR, DataMatrix) hingegen mehrere hundert Zeichen.

QR-Code: 3 Bereiche + 4 Fehlerkorrekturstufen

Aufbau:

  • 3 Positionsmuster (dreieckige Erkennung)
  • 1 Ausrichtungsmuster (rechte untere Ecke)
  • Datenbereich (schwarze/weiße Module)
  • Formatinformationen + Fehlerkorrekturcode

4 Fehlerkorrekturstufen (L/M/Q/H):

  • L: ~7 % Fehlerkorrektur
  • M: ~15 % Fehlerkorrektur
  • Q: ~25 % Fehlerkorrektur
  • H: ~30 % Fehlerkorrektur

Kapazität:

  • Stufe L: maximal 4296 Ziffern / 7089 Zeichen
  • Stufe M: maximal 3391 Ziffern / 5596 Zeichen
  • Stufe Q: maximal 2420 Ziffern / 3996 Zeichen
  • Stufe H: maximal 1852 Ziffern / 3057 Zeichen

DataMatrix: Kompakter 2D-Code

Aufbau:

  • L-förmige durchgehende Umrandung (Positionierung)
  • Gestrichelte Umrandung (Takt)
  • Datenbereich (schwarze/weiße Module)

Merkmale: Lesbar selbst bei einer Größe von nur 2,5 mm × 2,5 mm.

Einsatzgebiete: Rückverfolgbarkeit von Leiterplatten, elektronischen Bauteilen und kleinen Medizinprodukten.

Vergleichstabelle von 7 Barcode-Codierungen

BarcodeTypCodierte ZeichenKapazitätPrüfungEinsatzszenario
EAN-131D0-913 StellenModulo 10Chinesischer Einzelhandel
UPC-A1D0-912 StellenModulo 10Nordamerikanischer Einzelhandel
Code1281DBeliebige ASCII-Zeichen1–48 ZeichenModulo 103Lagerhaltung und Logistik
Code391DZiffern + Buchstaben + 5 Sonderzeichen1–43 ZeichenModulo 43Fabrik-Rückverfolgbarkeit
ITF-141D0-914 StellenModulo 10Kartons und Umverpackungen
QR Code2DBeliebige Zeichen + Chinesische Zeichen7089 ZeichenFehlerkorrektur Stufe 4Zahlung / Marketing
DataMatrix2DBeliebige Zeichen2335 ZeichenReed-SolomonElektronik / Medizin

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Häufige Fragen

Welcher Barcode wird für die Produktaußenverpackung verwendet?

Es kommt darauf an, in welchen Markt die Ware geht. Für den Einzelhandel in China gilt EAN-13 (13 Ziffern), für den nordamerikanischen Einzelhandel UPC-A (12 Ziffern), beide basieren auf dem globalen GS1-Standard. Der Käufer muss vor dem Drucken des Barcodes ein Firmenpräfix bei GS1 China / GS1 US beantragen, sonst kann der Barcode den Preis nicht scannen.

Unterschied zwischen Code128 und Code39?

Code128 hat eine höhere Informationsdichte (bei gleicher Breite mehr Zeichen speicherbar) und unterstützt das gesamte ASCII; Code39 hat eine geringere Informationsdichte und unterstützt nur Ziffern + Großbuchstaben + wenige Sonderzeichen. Für Lagerverwaltungs-Barcodes wird häufig Code128 verwendet, für interne Werks-Rückverfolgbarkeits-Barcodes häufig Code39.

Gehört der QR-Code zu den Barcodes?

Ja. Streng genommen werden QR-Codes (QR, DataMatrix) als 2D-Barcodes bezeichnet, während die klassischen EAN/UPC als 1D-Barcodes gelten. Der Unterschied: 1D-Barcodes speichern Daten in eine Richtung mit geringer Kapazität; 2D-Barcodes speichern Daten in zwei Richtungen mit hoher Kapazität (Webadressen, chinesische Zeichen, Hunderte von Zeichen).

Worauf muss beim Drucken von Barcodes geachtet werden?

3 harte Anforderungen: (1) Ruhezone des Barcodes (links/rechts Freiraum) ≥ 10-fache der schmalsten Strichbreite; (2) ausreichender Kontrast (PCS-Wert der schwarzen Striche ≥ 75 %); (3) nach Skalierung minimale Modulbreite ≥ 0,19 mm, sonst kann der Scanner den Code nicht lesen. Die Druckerei erstellt einen Barcode-Qualitätsbericht (Klasse A/B/C/D, F bedeutet nicht bestanden).

Kann ein fehlerhaft gedruckter Barcode noch geändert werden?

Nein. Sobald der Barcode auf dem Produkt gedruckt ist, muss entweder die gesamte Charge vernichtet werden oder mit einem Überkleber überdeckt werden (was die Kosten erhöht + das Aussehen beeinträchtigt). Deshalb muss vor der Einlagerung unbedingt ein Andruckmuster getestet und mit dem Barcodescanner mindestens 10-mal erfolgreich gescannt werden, bevor eine Massenproduktion erfolgt.

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